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Gebaut für die Ewigkeit: Pionierbrücken aus Stahl

Brooklyn Bridge

03. März 2026 | Lesedauer: 1 Minute

Die ältesten Stahlbrücken der Welt wurden noch für Pferdekutschen gebaut. Aber sie sind so stabil, dass sie auch für den heutigen Straßen- und Zugverkehr taugen.

In der Brückenfamilie zählt sie zu den Teenagern. Erst im späten 19. Jahrhundert setzte sich die Stahlbrücke durch. An Stein- und Holzversionen gewöhnt, reagierten die Menschen mit Skepsis: Deshalb testete 1874 in St. Louis erst einmal ein Zirkuselefant die Stabilität der Eads Bridge. Noch schwerer fiel der Härtetest am East River in New York aus. Dort marschierte der Zirkusdirektor P.T. Barnum 1884 gleich mit 21 Elefanten über die neue Brooklyn Bridge. Das beruhigte die Gemüter nachhaltig. Zu Recht: Beide Brücken beweisen bis heute ihre Tragfähigkeit. 

Pioniere aus Stahl

Die Eads Bridge (1874) in St. Louis ist die erste große Stahlfachwerkbrücke der Welt und die älteste Überquerung des Mississippi. Mit der 450 Meter langen Brückenikone wurde Stahl zum Standardmaterial für Großbauten. 

Die Brooklyn Bridge (1883) in New York ist eine der ersten Hängebrücken mit Stahlseilen. Vier Hauptkabel tragen die mehr als 1,8 Kilometer lange Fahrbahn – jedes davon besteht aus 5.282 Stahldrähten. 

Die Tower Bridge (1894) in London sieht mit ihrer neugotischen Kalksteinverkleidung älter aus als sie ist. Die 244 Meter lange Klappbrücke aus Stahl öffnet sich rund 800-mal im Jahr für den Schiffsverkehr. 

Die Freiheitsbrücke (1896) in Budapest ist 333 Meter lang und stammt aus einer Zeit, in der man stählerne Großbauten gerne verzierte: Auf den Portaltürmen sitzen vier Vögel auf goldenen Kugeln.

Das Viaur-Viadukt (1902) bei Tanus ist Teil einer Eisenbahnstrecke im Süden Frankreichs. Das Modell der 460 Meter langen genieteten Stahlbrücke war schon bei der Pariser Weltausstellung im Jahre 1889 zu bewundern. 

Die Glienicker Brücke (1907) in Potsdam ist eine 128 Meter lange Stahl-Fachwerk-Konstruktion. Sie wurde während des Kalten Krieges für den Austausch von Agenten und Gefangenen zwischen Ost und West genutzt. 

Die Golden Gate Bridge (1937) in San Francisco zählt für die American Society of Civil Engineers seit 1995 zu den sieben Weltwundern der Moderne. Beim Bau der 2.737 Meter langen Hängebrücke mussten die Arbeiter erstmals Bauhelme tragen.

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