Ohne Stahl keine Energie

26. August 2026 | Lesedauer: 3 Minuten
In jeder Kilowattstunde steckt Stahl. Ob Windräder, Solaranlagen, Atomkraftwerke, Geothermie – der Werkstoff ist das Rückgrat aller Energieträger.
Ob Sonnen- oder Windenergie, Atomkraft oder Wasserkraft: Strom lässt sich ohne Stahl nicht erzeugen. Denn er steckt in jedem Kraftwerk, jeder Anlage, in Rotoren wie Rohren. Allein für den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 werden nach Branchenschätzungen mehrere Millionen Tonnen Stahl für Fundamente, Türme, Gestelle und Netze benötigt. Kein Wunder: Bereits in einer einzigen Windkraftanlage mit fünf Megawatt Leistung stecken 500 bis 600 Tonnen Stahl – vor allem im Turm. Solarkraftanlagen jeder Bauart brauchen ihn für die Tragkonstruktion. Und bei der Kernkraft? Stahlbetonwände schirmen die Strahlung ab, Bewehrungsstahl verhindert, dass der Beton dem Druck nachgibt. Das addiert sich in einem Druckwasserreaktor auf bis zu 80.000 Tonnen Stahl.
Vom Fundament bis ins Netz: Stahl ist vielseitig
Die Rolle des Werkstoffs geht dabei weit über die eigentlichen Kraftwerke hinaus. Stahlrohre sind das wichtigste Transportmittel für grünen Wasserstoff – druckfest, dicht, für große Mengen ausgelegt. Die Geothermie, die Wärmeenergie aus dem Erdinneren fördert, nutzt Bohrrohre aus Stahl, weil diese auch bei großer Hitze formstabil bleiben und den massiven Drücken im Untergrund standhalten. Strommasten aus Stahl tragen die Leitungen durch jeden Sturm. Sie tun das über Jahrzehnte, ohne nachzugeben. Und oftmals lässt sich das eingesetzte Material – beispielsweise aus den Türmen von Windkraftanlagen – nach dem Lebensende der Anlage wieder recyceln, sodass es dem Kreislauf wieder zugeführt werden kann.
Der gemeinsame Nenner hinter allen Erzeugungsarten: Stahl



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